Wärmepumpen arbeiten auch bei Frost zuverlässig, verlieren bei strengem Minusgraden aber an Effizienz.
Wärmepumpe im Winter
Wärmepumpen nutzen Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser und wandeln sie über ein Kältemittelkreislauf in Heizenergie für das Haus um. Luftwärmepumpen sind am weitesten verbreitet, reagieren aber empfindlicher auf Kälte als erdgekoppelte Systeme, die auch im tiefen Winter konstant effizient bleiben.
Wann wird die Luftwärmepumpe ineffizient?
Unter normalen Bedingungen erreicht eine Luftwärmepumpe einen COP von etwa 3 bis 5, erzeugt also aus 1 kWh Strom bis zu 5 kWh Wärme. Viele Geräte sind bis etwa -7 Grad, teilweise sogar bis -15 Grad ausgelegt, doch bereits ab rund -5 Grad kann die Heizleistung um etwa 30 Prozent sinken, weil die Außenluft weniger Energie enthält und mehr Strom für die gleiche Wärmeleistung nötig ist.
Einfluss von Frost und Abtauen
Bei starkem Temperaturgefälle bildet sich Kondenswasser an der Außeneinheit, das gefrieren kann. Daher besitzen moderne Wärmepumpen eine automatische Abtaufunktion, die Vereisung verhindert, aber zusätzliche Energie benötigt und die Gesamtleistung etwas reduziert.
So bleibt die Wärmepumpe effizient
Eine jährliche Wartung durch einen Fachbetrieb mit Reinigung der Filter, Kontrolle des Kältemittelkreislaufs und Test des Abtausystems erhält die Effizienz und Betriebssicherheit. Ebenso wichtig ist eine gute Dämmung von Wänden, Fenstern und Dächern, damit weniger Wärme verloren geht und die Wärmepumpe mit geringerer Leistung auskommt.
Zusätzliche Wärmequelle bei starkem Frost
In Regionen mit häufigen Temperaturen unter -5 Grad kann sich ein zusätzlicher Wärmeerzeuger wie ein Holzofen oder eine Gasbrennwerttherme lohnen. Solche Systeme springen ein, wenn die Wärmepumpe an ihre Grenzen kommt, und sorgen für Komfort sowie Sicherheit in sehr kalten Phasen.